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Der Hund ist des Thrones wert – Hunde in der Antike

Bericht über die Sonderausstellung im Römermuseum Stettfeld vom 04.03. – 20.05.2007.

ie Sonderausstellung, vom Freundeskreis Römermuseum Stettfeld e. V. unter fachlicher Anleitung von Dr. Peter Knötzele ausgerichtet, zeigte mit vielfältigen Beispielen anhand von ausführlich erläuterten Fotos, Plastiken, Terra Sigillata-Scherben und Original-Abdrücken antiker Hundepfoten, wie schon in der Antike das menschliche Leben ohne Hund kaum denkbar war. Der Hund ist unbestritten der treueste Freund des Menschen und das seit Jahrtausenden. Bereits vor etwa 16000 Jahren war die Zähmung des Wolfs vermutlich der Ausgangspunkt dieser treuen Freundschaft.

Anders als andere Haustiere ging der Hund eine besonders innige Verbindung zum Menschen ein und gehört bis heute in allen Kulturkreisen zum unverzichtbaren Bestandteil menschlichen Lebens. Die Spezialisierung auf bestimmte Aufgaben führte schon früh zu verschiedenen Rassen. So entwickelten sich durch Zuchtauswahl im Verlauf der Jahrtausende Wach-, Hüte-, Jagd- und schließlich sogar Schoßhunde. Griechen und Römer schätzten die Hunde ähnlich wie wir heute wegen ihrer Treue und ihren Talenten, die Menschen bei der Ausübung ihrer Tätigkeiten zu unterstützen. Auch in der antiken Medizin spielten sie eine bedeutsame Rolle. Wie heute, sah man auch damals ihre negativen Eigenschaften, wie z. B. die Gefahr durch herrenlose, streunende Hunde, unreine Parias, die sich in den Siedlungen stark vermehrten, sich von Abfällen und Unrat ernährten und die öffentlichen Bereiche verschmutzten. Der Höllenhund Kerberos aus der antiken Mythologie zeigt, dass Hunde auch Furcht einflößend sein können. Auf Abbildungen in Wandmalereien, Mosaiken und in Statuen sowie durch schriftliche Zeugnisse von vor 2000 Jahren wird die dominante Rolle des Hundes in vielen Bereichen des menschlichen Lebens der Antike bestätigt.

Erheblich mehr Besucher als sonst ließen sich während der normalen Museums-Öffnungszeiten und anlässlich von Sonderführungen über die Rolle des Hundes in der Antike informieren. Aber auch die Dauerausstellung fand bei allen Besuchern, die eigentlich der Hunde wegen kamen, besondere Aufmerksamkeit. Die einhellige Meinung war, dass diese gelungene Ausstellung das Stettfelder Museum und die Arbeit des Freundeskreises in der Öffentlichkeit stark aufgewertet hat. Vielfach wurde der Wunsch nach weiteren thematisch passenden Ausstellungen für die Zukunft geäußert.