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Unesco-Welterbe Limes, 550km Sicherung römischer Macht

o lautete der Titel der Sonderausstellung im Römermuseum Stettfeld vom 13.05.2012 bis 09.09.2012. Die Ausstellung mit ausführlichen Informationstafeln und ergänzenden Exponaten beschäftigte sich mit der Geschichte des Obergermanisch-Raetischen Limes von seiner Entstehung bis hin zu seiner Überwindung durch die Alamannen. Die Wiederentdeckung des größten deutschen Bodendenkmals und seine archäologische Aufarbeitung durch die Limeskommission von der Zeit Theodor Mommsens bis heute nahmen einen gebührenden Platz ein.

Im 1. Jhdt. n. Chr. begannen die Römer unter Domitian mit den ersten Arbeiten am späteren Limes, um die häufigen Einfälle germanischer Krieger im rechtsrheinischen Gebiet zu begrenzen. Unter Kaiser Trajan wurden die ersten nur als Waldschneisen mit Wachttürmen ausgeführten Limesabschnitte angelegt. Später folgten Palisadenzäune, die wiederum durch Wälle und Gräben abgelöst wurden. Die Wachttürme und Kastelle mit römischer Besatzung machten den Limes vom Rhein bis an die Donau bis etwa Mitte des 3. Jhdt. zu einer gut kontrollierten Grenze zwischen Germanien und den römischen Provinzen Germania Superior und Raetia. Besonders gewürdigt wurden die politischen Hintergründe und Absichten aber auch die fortschrittliche Bau- und Vermessungstechnik der römischen Erbauer. Der heutige Umgang mit dem Limes im Zeichen der Verpflichtung als Welterbe wurde ebenfalls angesprochen.