RÜckblick    Berichte 2012    04.08.2012  

Ausflug am 04.08.2012 nach Heidenheim, Aalen und Königsbronn

m 04.08.2012 starteten 45 Römerfreunde zu einem besonderen Ausflug in die Ostalb. Keine lange Vorbereitungszeit war nötig sondern nahezu spontan ging es diesmal auf Einladung unseres "Hausarchäologen" Dr. Peter Knötzele zu seiner derzeitigen Ausgrabungsstelle nach Heidenheim – Fürsamen. Unser Vorsitzender hat die Tour elegant um den Besuch des Limesmuseums Aalen und der Gedenkstätte Königsbronn für den Hitler-Attentäter Elser erweitert.

Die erste Station – Heidenheim – erreichten wir bei schönstem Ausflugswetter. Auf freiem Feld, das später eine Neubausiedlung erhalten soll, führte uns P. Knötzele gemeinsam mit Frau Verena Bohnert in die Probleme einer großflächigen Notgrabung ein, bei der es nur grundsätzliche Hinweise auf Siedlungsspuren, aber keine spektakulären Mauerreste gibt. So waren die bisherigen Ergebnisse der jahrelangen Untersuchungen auf Pfostenlöcher von Holzhäusern, Spuren von Rennöfen und Tröpfchenschlacke, Reste der verschiedensten Gebrauchsgegenstände und Schmuckstücke sowie die Erkenntnis beschränkt, dass die günstige Lage an der Brenz schon über Jahrtausende von Menschen genutzt wurde. In römischer Zeit schien man auf dem Gebiet die Pferde des Reiterkastells Aquileia, das seit etwa 85 n. Chr. mit über 1.000 berittenen Soldaten in Heidenheim existierte, zu pflegen und zu versorgen.

Die jüngste Geschichte kam in Königsbronn zum Zuge. Eine Gedenkstätte erinnert an den dort aufgewachsenen Johann Georg Elser, der als überzeugter Einzeltäter schon am 8. November 1939 im Münchner Bürgerbräukeller ein Bombenattentat auf Hitler und Gefolgsleute versucht hat.

Anschließend ging es weiter nach Aalen, wo im dortigen Limesmuseum eine Sonderausstellung "Gefährliches Pflaster – Kriminalität im Römischen Reich" angeboten wurde. Hier konnte man auch die schon in unserer Sonderausstellung "Welterbe Limes" gewonnenen Erkenntnisse durch das originale Limeskastell und die dort gemachten wertvollen Funde ergänzen. Eine "Liveschau" römischen Lebens auf dem Kastellgelände bildete den Abschluss einer ausgesprochen vielfältigen "Spontanfahrt" der Römerfreunde.