RÜckblick    Berichte 2016    08.03.2016  

Gladiatorenspiele - Politik und Geschäft

enn es um römische Gladiatoren geht, denkt man in erster Linie an deren Ausrüstung und die mit den Kämpfen verbundenen Blutbäder. Gladiatorenspiele waren jedoch auch ein blühender Geschäftszweig und spielten in der Politik der römischen Kaiser eine wichtige Rolle, so dass ihre ursprüngliche Bedeutung – Bestandteil des Bestattungsrituals – bald verschwand. Über all diese Facetten jenseits des eigentlichen Kampfgeschehens multiple-columnsete am 8. März 2016 beim Freundeskreis Römermuseum Stettfeld ausführlich Prof. Markus Scholz, der seit kurzem am Institut für Archäologische Wissenschaften an der Universität Frankfurt zur Archäologie und Geschichte der römischen Provinzen lehrt und forscht. Siegreiche Gladiatoren konnten ähnlich heutigen Profisportlern Ruhm und Ehre erlangen. Doch wer verdiente am Tod der anderen? Der Vortrag thematisierte die Lebensumstände, den Trainingsalltag und die soziale Stellung der Berufskämpfer in den Arenen des Reiches. Darüber hinaus beleuchtete er exemplarisch „Karrieren“ von Gladiatoren und die Bedeutung der Spiele in der Politik der Kaiser. Etwa 65 Besucher verfolgten gebannt den Lichtbildervortrag des Referenten, der den Stettfelder Römerfreunden bereits durch mehrere hervorragende Referate zur römischen Antike bestens bekannt ist und seine begeisterten Zuhörer sicherlich nicht zum letzten Mal an seinem profunden Wissensschatz teilhaben ließ.