RÜckblick    Berichte 2012    10.05.2012  

ErÖffnung der Sonderausstellung UNESCO-Welterbe Limes im Stettfelder RÖmermuseum am 10.05.2012

m Eingangsbereich des Stettfelder Römermuseums steht seit ein paar Tagen ein Auxiliarsoldat im – handgefertigten – Kettenhemd auf Posten. Er ist das Symbol für die Hilfstruppen, die –vor fast 2.000 Jahren – den Limes bewachten. Jene 550 Kilometer lange, mit 900 Wachtürmen und rund 120 Kastellen ausgestattete, künstlich gezogene Demakartionslinie, die die römischen Provinzen Germania Superior und Raetia von Germanien trennte.

14 Schautafeln, die dem Freundeskreis Römermuseum vom Landesamt für Denkmalpflege Hessen zur Verfügung gestellt wurden, veranschaulichen die Ausgangssituation, den Aufbau, die Funktionen und das Ende dieser Grenze zwischen dem römisch besetzten Provinzen im heutigen Deutschland und dem freien Germanien.

Weitere Exponate aus dem Römisch-Germanischen Zentralmuseum Mainz und private Leihgaben ergänzen die Ausstellung.

Zur Eröffnung der Ausstellung begrüßte der Vorsitzende des Freundeskreises, Michael Schimmelpfennig die anwesenden Ehrengäste wie Bürgermeister Tony Löffler, den Landtagsabgeordneten und Mitglied des Freundeskreises Heribert Rech, den Altbürgermeister und Ehrenbürger Helmut Kritzer und Frau Dr. Sigrid Alföldy, die viel zur Entstehung des Museums beigetragen hat.

Ein launiger Vortrag von Wolfgang Fischer und Helmut Dörflinger, standesgemäß in römischer Kleidung, machte unmissverständlich klar, warum der Limes für das antike Stettfeld so bedeutend war.

In seiner Begrüßungsansprache lobte der Bürgermeister die Arbeit des Vereins, dessen Mitglieder durch "nahezu jährliche Sonderausstellungen" das Museum interessant machten.

Der Archäologe Dr. Peter Knötzele erklärte in seinem Einführungsvortrag die wesentlichen Eckdaten des obergermanisch-raetischen Limes, der als größtes, zusammenhängendes Bodendenkmal Mitteleuropas nach dem Hadrianswall im Norden Großbritanniens als zweiter Teil der Reichsgrenzen des römischen Weltreiches in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurde. Alle weiteren Grenzbefestigungen der Römer sollen später ebenfalls dazukommen.

Die Sonderausstellung vom 13.05. bis 26.08.2012 kann zu den regulären sonntäglichen Öffnungszeiten 10 – 12 und 14 – 17 Uhr des Römermuseums besichtigt werden. Termine für Besuchergruppen können unter Telefon 07253/5163 oder 07251/61714 vereinbart werden.