RÜckblick    Berichte 2017    16.01.2017  

Palmyra – Schicksal einer Stadt in Syrien

m 16. Januar 2017 referierte Frau Dr. Claudia Braun vom Reiss-Engelhorn-Museum Mannheim vor gut 80 Zuhörern beim Freundeskreis Römermuseum Stettfeld über das Schicksal der syrischen Wüstenstadt Palmyra. Einem Überblick über die Stadtgeschichte folgte ein ausführlicher und reichbebilderter Stadtrundgang zu den wichtigsten Baudenkmälern der Stadt, wobei auch die Grabanlagen (neben sog. Tempelgräbern vor allem Turmgräber und unterirdische Anlagen) vorgestellt wurden.

Palmyra hatte in seiner Blütezeit vom 1.-3. nachchristlichen Jahrhundert etwa 40000 Einwohner, seine Baudenkmäler übertrafen an Größe und Erhaltungszustand vieles, was wir von anderen antiken Orten kennen. In jüngster Vergangenheit haben sie leider unter Kampfhandlungen zwischen syrischer Armee und IS sowie barbarischen Zerstörungsaktionen und Plünderungen durch den IS erheblich gelitten. Das genaue Ausmaß der Schäden läßt sich derzeit noch nicht ermitteln.

Die außergewöhnlich zahlreich erschienene Zuhörerschaft bedankte sich für den umfassenden und beeindruckenden Vortrag mit langanhaltendem Beifall und bestätigte wieder einmal, daß sich die Stettfelder Abendvorträge des Freundeskreises Römermuseum zu einer lokalen kulturellen Institution entwickelt haben.