RÜckblick    Berichte 2014    17.02.2014  

Antike Heilkunde - Von magischen Anfängen zur empirischen Wissenschaft

ei einem gemeinsamen Vortragsabend des Katholischen Bildungswerks der Seelsorgeeinheit Ubstadt und des Freundeskreises Römermuseum Stettfeld e.V. gab Dr. Ulrich Staffhorst, Studiendirektor a.D. und Lehrbeauftragter für Altgriechisch an der Uni Karlsruhe, am 17.02.2014 einen Überblick über das Thema Antike Heilkunde - Von magischen Anfängen zur empirischen Wissenschaft. In der Medizin fühlt man sich schon durch die Nomenklatur an die historische Dimension des Fachs erinnert. Was den Griechen in der Geschichte der Medizin eine überragende Stellung sichert, ist der Schritt von einer religiös-magischen Sicht der Krankheitsursachen zur Wissenschaft. Anhand ausgewählter literarischer Zeugnisse wurden weniger die technischen Fortschritte in der Medizin als die damit verbundenen geistigen Prozesse illustriert. Man kann dabei versuchsweise 5 Stadien der Entwicklung unterscheiden:

1. Die praxisorientierte archaische Medizin
2. Die Medizin sozusagen in Personalunion mit der Philosophie
3. Hippokrates
4. Die Forschung in Alexandria
5. Galenos mit seiner Gesamtdarstellung der medizinischen Wissenschaft

Der von etwa 40 Besuchern mit großem Interesse verfolgte Vortrag befasste sich einleitend mit den (katastrophalen) hygienischen Verhältnissen in der Antike; er endete mit einem Ausblick auf das antike Ethos des ärztlichen Berufes und der Wiedergabe des „Hippokratischen Eides“.