RÜckblick    Berichte 2014    20.03.2014  

Die Krise des römischen Reichs im 3. Jh. n. Chr.

ie Vortragsreihe des Winterhalbjahres 2013/2014 endete am 20.03.2014 mit einem hervorragenden Referat von Dr. Markus Scholz vom Römisch-Germanischen Zentralmuseum Mainz zum Thema „Die Krise des römischen Reichs im 3. Jh. n. Chr.“

Das 3. Jahrhundert n. Chr. wird in der Geschichtsschreibung unter dem Schlagwort der "Großen Reichskrise" zusammengefasst. Zwischen 235 und 286 n. Chr. überschlugen sich die Ereignisse in Europa, Afrika und im Orient: Bürgerkriege, erstarkende äußere Feinde, Missernten und Klimaverschlechterung, Seuchen, Bevölkerungsverluste, Kriminalität und wirtschaftlicher Zusammenbruch waren Faktoren, die sich einander verstärkten und das Reich in einen gefährlichen Abwärtsstrudel zogen. Am Ende war nichts mehr wie vorher. Trotzdem überstand das Römische Reich diesen Todeskampf. Das Limesgebiet und damit auch Stettfeld waren direkt von den Ereignissen betroffen. Der Vortrag gab einen ausgezeichneten und wohlgegliederten Überblick über eines der ereignisreichsten Jahrhunderte der europäischen Geschichte und beleuchtete die Auswirkungen auf die Region. Der Referent, der seine Ausführungen mit zahlreichen aussagekräftigen Lichtbildern dokumentierte, erntete von an die 100 faszinierten Zuhörern begeisterten Applaus.