RÜckblick    Berichte 2013    24.04.2013  

80 t Keltengrab – das neue frühkeltische Fürstinnengrab von der Heuneburg

err Prof. Dr. Dirk Krausse, Landeskonservator am Landesamt für Denkmalpflege Esslingen, stellte in seinem Vortrag am Mittwoch, den 24.04.2013 um 19.00 Uhr im Römerkeller Stettfeld den Sensationsfund und seine ungewöhnliche Bergung einschließlich inzwischen gewonnener Erkenntnisse vor. In der Nähe des Fürstensitzes Heuneburg (Kr. Sigmaringen) an der oberen Donau wurde Ende 2010 ein unberaubtes Holzkammergrab der Zeit um 600 v. Chr. entdeckt und in einer spektakulären Aktion als 80 t schwerer Block im Ganzen geborgen und in die Werkstatt des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg transportiert. Dort wird es seitdem unter Laborbedingen freigelegt und erforscht. Es handelt sich um die Bestattung einer Frau, die mit umfangreichem Goldschmuck und anderen kostbaren Beigaben bestattet worden ist. Rätsel gibt noch die Entdeckung einer zweiten Person im Grab auf: Musste sie der Fürstin ins Grab folgen? Auf Grund der sehr guten Erhaltungsbedingungen und der optimalen Untersuchungsbedingungen erlaubt der Fund zahlreiche neue Einblicke in die Welt der frühen Kelten. Der spannende Vortrag vermittelte auch mit Hilfe von Filmen und modernen Computeranimationen einen faszinierenden Einblick in die laufende Erforschung dieses außergewöhnlichen Sensationsfundes.