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Jahresausflug 2013

rotz frühherbstlichem und regnerischem Wetter führte uns unser gemeinsamer eintägiger Jahresausflug unter der bewährten Leitung von Michael Schimmelpfennig am Sonntag den 15. September frühmorgens zunächst in den westlichen Teil der damaligen römischen Provinzen Rätien und Obergermanien zum „Eingangstor der Schwäbischen Alb“, dem heutigen Aalen. Dank der Umsicht und Fürsorge durch Familie Hess und Michaela Klefenz konnten die Römerfreunde während einer Rast der vertrauten Tradition folgen und ein traditionelles Römerfrühstück gemeinsam einnehmen. Wie gewohnt sorgte der vereinseigene Buticularius (Mundschenk) Richard Herzog gekonnt mit „vorauseilendem Gehorsam“ für volle Becher der gut gelaunten Römerfreunde. Angekommen im größten und kulturell anspruchsvollen Museum am Limes in Süddeutschland - dem Limesmuseum in Aalen, konnten die Römerfreunde neben der aktuellen Sonderausstellung „Caracalla - Kaiser, Tyrann, Feldherr“ die Ausgrabungen und Rekonstruktionsmodelle des größten römischen Reiterkastells nördlich der Alpen unter fachkundiger Führung bestaunen. Einst dienten und lebten annähernd 1000 berittene Auxiliary Soldaten (Hilfstruppen) in diesem Kastell, die sich nach 25 Dienstjahren nicht selten im nahegelegenen Vicus (Zivilsiedlung), dem heutigen Aalen, niederließen.

Die Weiterfahrt führte uns ins mittelalterliche Dinkelsbühl, der ehemaligen Reichsstadt (ab 1274) im Landkreis Ansbach in Mittelfranken und heutigen europäischen Kulturdenkmals, wo wir im historischen Hotel „Goldene Rose“ ein gemeinsames Mittagessen einnehmen konnten. Gestärkt ging's weiter mit einer einstündigen kurzweiligen Altstadtführung entlang der sehenswerten und geschichtsträchtigen Gassen und historischen Sakralbauten dieses - von Krieg und Plünderung im Dreißigjährigen Krieg und im 2. Weltkrieg - verschonten mittelalterlichen Kleinods.

Unser Interesse an mehr Kultur führte uns nach einer kurzen Weiterfahrt in den nahegelegenen und noch weitgehend unbekannten archäologischen Römerpark Ruffenhofen, in dem sich u.a. ein Römermuseum - das Limeseum, ein neuartig konzipierter Rundbau (Eröffnung 2012) - befindet. Die Dauerausstellung zeigt u.a. einige gut erhaltende Holz-Exponate römischen Ursprungs, welche im Landkreis Ansbach so zahlreich gefunden wurden, weshalb dem Thema Holz im Museum eine besondere Aufmerksamkeit zuteilwird. Durch eine sich anschließende Museumsführung erfuhr der Zuhörer einiges über das sich hier befindende Römerkastell und den angrenzenden Vicus, sowie über die römische Vergangenheit dieses aus Sicht der „grabenden Archäologie“ weitestgehend noch unberührten und unerforschten fast 40 ha großen Außenareals. In der Gewissheit an einer interessanten und informativen Exkursion mit Gleichgesinnten teilgenommen zu haben, traten wir gegen 18:30 Uhr die Heimreise an.