Stettfelder Abendvorträge 2026/27

Der Freundeskreis Römermuseum Stettfeld e.V. möchte auf dieser Seite auf eine in der Region bekannte und beliebte Institution - die Stettfelder Abendvorträge - aufmerksam machen. Nachfolgend ein Überblick über die Vorträge in 2026/27.

Digitale Rekonstruktion römischer Bauwerke im Limesgebiet

Referent/in:   Herr Dr. Jürgen Süß, Universität Heidelberg
Zeit: 19 Uhr
Ort: Alte Kelter, Obere Str.11 76698 Ubstadt
Eintritt: 4 €, Schüler & Studenten 2€
Veranstalter:   Freundeskreis Römermuseum Stettfeld e.V.

Digitale 3D-Rekonstruktionen von historischen Gebäuden, Siedlungen und Städten nehmen heute eine große Rolle in der Erforschung und Vermittlung von Geschichte ein. Doch wie entsteht eine Nachbildung? Wie geht man mit Wissenslücken um? Helfen hypothetische Elemente im Verständnis der Vergangenheit oder sind sie reine Phantasie und Wunschbilder? Der Vortrag zeigt den Weg einer wissenschaftlich fundierten Rekonstruktion vom Befund bis zur fertigen Visualisierung. Im Mittelpunkt steht die römische Stadt Faimingen an der Donau, in der ein beachtliches Heiligtum des Apollo Grannus entdeckt wurde. Aber auch andere Beispiele wie die Wirtschaftsgebäude der großen Römervilla von Stettfeld oder die Forumsbasilika von Ladenburg aus dem 2. Jahrhundert n.Chr. kommen zur Sprache.

römische Stadt Faimingen
römische Stadt Faimingen (Bildrechte Dr. Jürgen Süß, Heidelberg).
Apollo-Grannus Tempel in Faimingen
Apollo-Grannus Tempel in Faimingen (Bildrechte Dr. Jürgen Süß, Heidelberg).
Apollo-Grannus Tempel in Faimingen
Apollo-Grannus Tempel in Faimingen (Bildrechte Dr. Jürgen Süß, Heidelberg).

Die archäologische Uhr. Woher wissen wir, wie alt etwas ist?

Referent/in:   Herr Prof. Peter A. Henning, Weingarten
Zeit: 19 Uhr
Ort: Alte Kelter, Obere Straße 11, 76698 Ubstadt
Eintritt: 4 €, Schüler & Studenten 2 €
Veranstalter:   Freundeskreis Römermuseum Stettfeld e.V.

Wenn wir uns erinnern müssen, wann etwas geschehen ist, kommen wir schon bei wenigen Jahrzehnten ins Grübeln. Bei Zeiten von einigen hundert Jahren gibt es noch eine einigermaßen sichere Geschichtsschreibung - die uns aber nicht helfen kann, einzelne Objekte zu datieren. Dafür gibt es ausgeklügelte Methoden, die von der Analyse von Baumringen bis zu radiochemischen Verfahren reichen. In dem Vortrag sollen diese Möglichkeiten einem breiten Publikum vorgestellt werden - Fachkenntnisse sind dafür nicht nötig. Nach einer Erläuterung dessen, was für die Periode des antiken Roms als Datierungsverfahren verwendet wird, wendet sich der Vortrag auch den Methoden zu, die für die menschliche Frühgeschichte, die Paläontologie und die Erdgeschichte wichtig sind - bis hin zur Frage, woher wir eigentlich wissen, dass unser Universum 13,8 Milliarden Jahre alt ist.