Stettfelder Abendvorträge 2026/27

Der Freundeskreis Römermuseum Stettfeld e.V. möchte auf dieser Seite auf eine in der Region bekannte und beliebte Institution - die Stettfelder Abendvorträge - aufmerksam machen. Nachfolgend ein Überblick über die Vorträge in 2026/27.

„Ein Stück Land in der Stadt“ – Gärten in der römischen Welt

Referent/in:   Frau Dr. Claudia Braun
Zeit: 19 Uhr
Ort: Alte Kelter, Obere Str.11 76698 Ubstadt
Eintritt: 4 €, Schüler & Studenten 2€
Veranstalter:   Freundeskreis Römermuseum Stettfeld

Der Wunsch nach pflanzlichem Grün war in der römischen Gesellschaft tief verwurzelt, da in der Frühzeit der Republik der Besitz eines Nutzgartens für die Identität als römischer Bürger von grundlegender Bedeutung war. Mit der zunehmenden Ausdehnung des Imperium Romanum lernten die Römer vermehrt die als Ziergärten gestalteten Anlagen anderer Kulturen kennen und passten sie ihren eigenen Vorstellungen an. Die grünen Oasen innerhalb der Wohnhäuser boten Raum für Freizeitvergnügen und Kunstgenuss und sollten die Gesundheit und Erholung der Hausbewohner fördern. Durch eine je nach Vermögen mehr oder wenige pompöse Ausstattung dienten sie aber auch dazu, Gäste zu beeindrucken.

Es entwickelte sich schließlich eine der komplexesten Gartenbautradition der Antike, die für Grünanlagen im Mittelalter und in der Renaissance eine wichtige Quelle darstellte.

Foto: Nachbildung der bei Herculaneum ausgegrabenen Villa dei Papiri im J. Paul Getty Museum in Malibu, USA. © Claudia Braun
Nachbildung der bei Herculaneum ausgegrabenen Villa dei Papiri im J. Paul Getty Museum in Malibu, USA

Die archäologische Uhr. Woher wissen wir, wie alt etwas ist?

Referent/in:   Herr Prof. Peter A. Henning, Weingarten
Zeit: 19 Uhr
Ort: Alte Kelter, Obere Straße 11, 76698 Ubstadt
Eintritt: 4 €, Schüler & Studenten 2 €
Veranstalter:   Freundeskreis Römermuseum Stettfeld e.V.

Wenn wir uns erinnern müssen, wann etwas geschehen ist, kommen wir schon bei wenigen Jahrzehnten ins Grübeln. Bei Zeiten von einigen hundert Jahren gibt es noch eine einigermaßen sichere Geschichtsschreibung - die uns aber nicht helfen kann, einzelne Objekte zu datieren. Dafür gibt es ausgeklügelte Methoden, die von der Analyse von Baumringen bis zu radiochemischen Verfahren reichen. In dem Vortrag sollen diese Möglichkeiten einem breiten Publikum vorgestellt werden - Fachkenntnisse sind dafür nicht nötig. Nach einer Erläuterung dessen, was für die Periode des antiken Roms als Datierungsverfahren verwendet wird, wendet sich der Vortrag auch den Methoden zu, die für die menschliche Frühgeschichte, die Paläontologie und die Erdgeschichte wichtig sind - bis hin zur Frage, woher wir eigentlich wissen, dass unser Universum 13,8 Milliarden Jahre alt ist.